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Stone+tec Congress: Wissensvermittlung und Networking

Der Stone+tec Congress bietet an drei Tagen (22. bis 24. Juni) die Möglichkeit zur Weiterbildung sowie zum persönlichen und fachlichen Austausch mit Kollegen, Partnern und Experten der Natursteinbranche. Das Kongressprogramm wird von einer thematisch passenden Exkursion umrahmt.

Nürnberg – Die ersten beiden Kongresstage richten sich mit Fachvorträgen und Diskussionsrunden an Architekten, Planer, Bau- und Umweltämter, Baugewerke, Bauträger, Eigentümer und Verwalter von Immobilien und Liegenschaften, Garten- und Landschaftsbauer, Restauratoren sowie Fliesenleger. Am dritten Kongresstag stehen die Angebote für Steinmetze und Friedhofsverwalter im Mittelpunkt. Die Anerkennung als Fortbildungsveranstaltung ist bei verschiedenen Kammern beantragt.

Stone+tec Congress – Tag 1: Zukunft Naturstein

Der erste Kongresstag, Mittwoch, der 22. Juni, steht unter dem Titel „Zukunft Naturstein“ und umfasst die Themenbereiche Garten- und Landschaftsbau, Innenausbau und Design sowie Fassadenbau und Außenbereich. Im ersten Vortragsblock stellt die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen DGNB das Thema „nachhaltiges Bauen“ in den Vordergrund und zeigt, welche Rolle Naturstein in diesem Segment zukommt. Der anschließende Vortrag zu „Naturstein in der Landschaftsgestaltung“ wird vom Bund deutscher Landschaftsarchitekten BDLA präsentiert. Welche Rolle Naturstein in der Innenarchitektur spielt und welche Rolle er noch einnehmen könnte, stellt der Bund deutscher Innenarchitekten BDIA in den Fokus.

Am Nachmittag präsentiert die Universität Stuttgart die Ergebnisse der Ökobilanzstudie Außenbeläge. Reiner Krug, vom Deutschen Naturwerkstein-Verband, stellt in seinem Vortrag nachhaltige Fassadenkonstruktionen mit Naturstein in den Fokus. Unter der Überschrift „Zukunft Naturstein“ thematisieren Architekten, wie der klassische Baustoff zeitgemäß zur Anwendung kommen kann.

Verleihung Deutscher Naturstein-Preis

Im Anschluss an das Kongress-Programm des ersten Tages findet am Nachmittag die Verleihung des Deutschen Naturstein-Preises 2022 statt. Der Deutsche Naturstein-Preis wird im Rahmen der Stone+tec 2022 bereits zum 20. Mal verliehen und stellt Naturstein als einen nachhaltigen, zukunftsfähigen Baustoff sowie die materialgerechten Bearbeitungsmethoden im Zusammenspiel mit anderen Baustoffen in den Vordergrund.

Stone+tec Congress – Tag 2: Bauen mit Naturstein und Denkmalpflege

Am zweiten Kongresstag, Donnerstag 23. Juni, wird das wichtige Thema „Erhalt und Instandsetzung“ in den Fokus gestellt. Es geht um die Frage: „Wie gehen wir mit den in Altbauten verwendeten Natursteinen unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten um?“ Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, dieses Jahr erstmals Fachpartner der Stone+tec, konnte für das Vortragsprogramm renommierte Expertinnen und Experten gewinnen, die die Materie aus ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchten: Dr. Gerhard Lehrberger von der TU München gibt Einblicke in die bunte Vielfalt der Dekorsteine barocker Schlösser und Kirchen. Dr. Klaus Poschlod vom Bayerischen Landesamt für Umwelt, Wirtschaftsgeologie und Rohstoffe informiert darüber, wie regionale historische Steinbrüche die nachhaltige Gewinnung von Ersatzsteinen zum Einsatz für bedeutende bayerische Baudenkmäler kommen. Marisia Conn, Claus Giersch und Anna Kromas vom Architekturbüro Conn + Giersch aus Fürth zeigen an Best Practice-Beispielen, wie der Lorenzkirche in Nürnberg, wie sich nachhaltige, auf die Nutzung und den Standort abgestimmte Planungskonzepte entwickeln lassen. Johannes Fritsch vom Architekturbüro Fritsch, Knodt, Klug + Partner aus Nürnberg berichtet über das Projekt „Zeppelintribüne“ und den Sensibilität erfordernden Umgang mit Steinen an Täterorten der NS-Zeit.
Zum Abschluss des zweiten Kongresstages findet eine Exkursion zum Goldenen Saal in der Nürnberger Zeppelintribüne statt. Ein geschichtsträchtiger Ort, dessen Zukunft in vielen Bereichen diskutiert wird.

Stone+tec Congress – Tag 3: Ort der Erinnerung

Der dritte Kongresstag, Freitag, 24. Juni widmet sich dem „Ort der Erinnerung“ und steht unter der Überschrift „Friedhof neu denken – Bessere Räume für Trauer in einer zukunftsorientierten Kommunalentwicklung“. An diesem Tag richtet sich der Kongress vor allem an Steinmetze sowie Handwerker und zeigt aktuelle Entwicklungen und Zukunftstrends rund um Grabmale und Friedhöfe auf. Das Programm wird von der Ernst Strassacker GmbH & Co. KG und vom Bundesverband Deutscher Steinmetze gestaltet.
In seinem Impulsvortrag stellt Matthias Horx, Gründer des Zukunftinstituts „8 Thesen zur Trauerkultur“ vor. Günter Czasny von der Kunstgießerei Strassacker informiert im Anschluss über das Projekt „Initiative Raum für Trauer“. Das norwegische Architekturbüro manthey kula präsentiert im Rahmen des Stone+tec-Congress Architekturdimensionen zum Projekt „Experimentier- und Laborfeld zur Friedhofsentwicklung“. Das Büro arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Architektur und Landschaftsarchitektur und legt besonderen Wert auf Ort, Form und Erzählung. Derzeit arbeitet das Büro am Nationalen Denkmal in Utøyakai. In der anschließenden Podiumsdiskussion stehen aktuelle Themen im Vordergrund und zum Abschluss des Kongresstages geht es um die Friedhofskultur im 21. Jahrhundert.

Der Nachwuchswettbewerb für Steinmetze und das Steinbildhauerhandwerk wird vom 22. bis 24. Juni im Rahmen der Stone+tec ausgetragen, die Preisverleihung findet am Nachmittag des 24. Junis statt.

Für weitere Informationen rund um die Fachmesse Stone+tec und den begleitenden Kongress: www.stone-tec.com