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Internationale Fachmesse für Naturstein und Steintechnologie

17. - 20. Juni 2020 // Nürnberg, Germany

Stone+tec Newsroom

Seit tausend Jahren im Einsatz

Mit OBERNKIRCHENER SANDSTEIN erneuerte Türme der Wiesenkirche in Soest
Mit OBERNKIRCHENER SANDSTEIN erneuerte Türme der Wiesenkirche in Soest // © Wesling Obernkirchener Sandstein GmbH & Co. KG.

Die Wesling Obernkirchener Sandstein GmbH & Co. KG. Sie setzt auf der Stone+tec OBERNKIRCHENER SANDSTEIN in Szene. Das Gestein wird nachweislich seit rund 1.000 Jahren auf dem Bückeberg in der Nähe der Stadt Obernkirchen im niedersächsischen Landkreis Schaumburg gewonnen.

Anfangs wurde es v. a. regional genutzt, spätestens zur Hochzeit der Hanse fand es auch überregional Verbreitung. Es findet sich am Schloss Rosenborg in Kopenhagen, am Katharinenpalast in St. Petersburg, an der Siegessäule in Berlin, am Kölner Dom und zahlreichen weiteren bekannten und prägnanten Gebäuden in Europa. Punkten kann der feinkörnige Sandstein mit seinen guten Eigenschaften. Er besteht zu rund 90 % aus Quarz, was ihm eine hohe Festigkeit verleiht. Er ist verwitterungsbeständig und widerstandsfähig gegen Frost-Tau-Wechsel sowie andere Umwelteinflüsse, sodass er sogar als Pflasterbelag oder als Wasserbaustein für den Galabau verwendet werden kann. Das Farbspektrum schwankt zwischen Weißlich über Grau bis in verschiedene Gelbtöne. Neben relativ unifarbenen Oberflächen sind auch Varianten mit unterschiedlich ausgeprägten braunen Maserungen erhältlich.

Breites Spektrum

Die Wesling Obernkirchener Sandstein GmbH & Co. KG ist heute das einzige Unternehmen, das das Gestein abbaut. Sie gehört zur Wesling-Gruppe mit Hauptsitz in Rehburg-Loccum, die in den Bereichen Baustoff-Logistik, Rohstoffgewinnung sowie in der Betonwerkstein- und Fertigteilproduktion tätig ist. Den OBERNKIRCHENER-Bruch sowie eine dazugehörige Produktionsstätte am Bückeberg hat der Verbund 2016 übernommen. Die neuen Eigentümer haben das Geschäft auf eine breitere Basis gestellt und zusätzlich zu traditionellen Standbeinen wie Fassadenbau und Denkmalpflege neue Geschäftsfelder erschlossen. Im Steinbruch, wo bis zu 16 m hohe Bänke vorhanden sind, können problemlos große Rohblöcke gewonnen werden. Beim Abbau kommen speziell ausgerüstete Radlader zum Einsatz. Sie treiben Ausbrechdorne zwischen die Naturlagerschichten und lösen den Sandstein in Form von Schollen aus dem Berg. Diese werden anschließend vor Ort mit einer Blocksäge für die Weiterverarbeitung im firmeneigenen Werk vorbereitet. Dort wird das Rohmaterial zu einer breiten Palette an Produkten verarbeitet und möglichst komplett verwertet. Neben Fliesen, Platten, Massivteilen und Galabauerzeugnissen entstehen auch Ziersplitte und Gabionensteine. Zugute kommt dem Wesling-Verbund, dass er Synergien nutzen kann, und zwar  sowohl was die Technik für die Gewinnung und Verarbeitung betrifft als auch im Hinblick auf Transportkapazitäten. Das Unternehmen setzt auf einen Mix moderner industrieller Fertigung und klassischer Handwerkskunst. Unerlässlich ist manuelle Steinbearbeitung oft gerade im Restaurierungsbereich, in dem es aufgrund der Historie und weiten Verbreitung des OBERNKIRCHENER SANDSTEINS stets viel zu tun gibt. In den letzten Jahren kam das Material u.a. bei Maßnahmen am Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica zum Einsatz. Für die Wiesenkirche in Soest wurden Maßwerke und ganze Turmhelme gefertigt, für den Niedersächsischen Landtag in Hannover Fassadenplatten, Bodenplatten, Stufen, Pflastersteine und Sitzsteine. Die Zahl der Beschäftigten ist seit der Übernahme auf 40 angestiegen.

Bei Bildhauern beliebt

Beliebt ist der feinkörnig-kompakte OBERNKIRCHENER SANDSTEIN bei Bildhauern. Er lässt sich gut verarbeiten und taugt selbst für sehr filigrane Gestaltungen. Steinmetze können das Material bei der Wesling Obernkirchener Sandstein GmbH & Co. KG in Form von Werksteinen, Halbfertigware und Fertigware beziehen.

Im Bruchareal am Bückeberg können problemlos große Blöcke abgebaut werden.

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