Diese Website verwendet Cookies, um das Angebot nutzerfreundlicher und effektiver zu machen. Bitte stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu, um alle Funktionen der Website nutzen zu können.Weitere Informationen

Internationale Fachmesse für Naturstein und Steintechnologie

13. - 16. Juni 2018 // Nürnberg, Germany

Stone+tec Newsroom

Vom Steinbruch bis zur Baustelle

Der Palast Barberini in Potsdam, der u.a. mit POSTAER SANDSTEIN aus dem Bruch »Alte Poste« rekonstruiert wurde
Der Palast Barberini in Potsdam, der u.a. mit POSTAER SANDSTEIN aus dem Bruch »Alte Poste« rekonstruiert wurde // © Helge Mundt

Das Bamberger Natursteinwerk Hermann Graser gewinnt in 21 Brüchen Rohblöcke für Restaurierungs- und Bauprojekte. Derzeit ist das Unternehmen u.a. am Berliner Schloss tätig und am Wiederaufbau des DomRömer-Quartiers in Frankfurt am Main beteiligt.

Das  Bamberger Natursteinwerk Hermann Graser setzt auf der Messe Materialien aus eigenen Brüchen in Szene. Davon hat das Unternehmen reichlich. Es ist im Lauf seiner mehr als 50-jährigen Geschichte stark gewachsen, gewinnt inzwischen in 21 Abbaustätten pro Jahr rund 5.000 m³ Rohmaterial und gehört zu den größten Branchenvertretern in Deutschland. Angefangen hat alles in kleinem Rahmen. Hermann Graser sen. gründete 1965 in Trossenfurt im Steigerwald einen Steinmetzbetrieb. Drei Jahre später baute er sein erstes Werk im benachbarten Tretzendorf, um schließlich zwei Jahrzehnte später das heute weithin bekannte Stammwerk in Bamberg zu errichten. Seinen ersten Steinbruch erwarb Graser 1984. Es folgten Investitionen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz sowie nach der Wende auch in Sachsen, sodass bis 2008 elf Gewinnungsareale zu seinem Portfolio gehörten. 2009 traten seine Söhne Martin und Hermann jun. in die Geschäftsführung ein. Ein Meilenstein in der Firmengeschichte war, als das Bamberger Natursteinwerk 2012 alle Steinbrüche sowie den Maschinen- und Lagerbestand der Natursteine Vetter GmbH aus Eltmann übernahm. Dadurch betreibt das Unternehmen inzwischen 21 Steinbrüche, in denen es 15 unterschiedliche Materialen gewinnt, v.a. Sandsteine, aber auch zwei Granite. Das Spektrum an Eigenschaften und Farben ist groß: es reicht von klassischen weiß-grauen MAIN-SANDSTEIN-Varietäten und grauem EPPRECHTSTEIN-Granit über den grünen SANDER SCHILFSANDSTEIN und graublauen KÖSSEINE GRANIT, den gelben LEISTÄDTER SANDSTEIN und den POSTAER SANDSTEIN »ALTE POSTE« bis hin zu roten Varianten wie dem ROTEM MAINSANDSTEIN aus Röttbach und dem NECKARTÄLER HARTSANDSTEIN.

Handwerk und Hightech

Laut GF Hermann Graser jun. gewährleistet die Sortimentsvielfalt eine unabhängige und zuverlässige Rohstoffversorgung, durch die man zeitnah auf verschiedenste Anforderungen reagieren kann. Was die Fertigung angeht, setzt sein Unternehmen auf einen Mix aus Handwerk und Hightech. Eine Spezialität sind Massivbauteile. Je nach Anforderung erfolgt die Rohmaterial-Verarbeitung mit moderner CNC- und Roboter-Technik, gefolgt von einer handwerklichen Endbearbeitung durch die Steinmetze und Bildhauer der ca. 140 Mitarbeiter zählenden Belegschaft. Mit eigenen Planungs- und Konstruktionsbüros bis zur Durchführung der Bauleistung mit eigenem Personal auf den Baustellen bietet das Unternehmen Lösungen aus einer Hand. Dadurch, dass man den gesamten Wertschöpfungsprozess kontrolliere und soweit wie möglich maschinell vorfertige, sei man in der Lage, »in kürzester Zeit Natursteinarbeiten in höchster Qualität zur Verfügung zu stellen«, so Hermann Graser jun.

Schlösser und Paläste

Die Kernkompetenzen des Bamberger Natursteinwerks liegen in den Bereichen »Fassadenbau«, »Rekonstruktion« und »Restaurierung«, wobei bevorzugt eigene Materialen angeboten und verbaut werden. Auftragsbezogen wird aber auch jeder andere Naturstein verarbeitet. Durchschnittlich betreut das Familienunternehmen zeitgleich ca. 40 Baustellen im gesamten Bundesgebiet. Das größte Projekt in der letzten Zeit war die Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses. Das Bamberger Natursteinwerk hatte hier den Auftrag für die Rekonstruktion der Rücklagenfassaden der Nord- und Südseite sowie anteilig die Aufträge für die Herstellung der Portale 1 und 5 sowie der Balustraden. Zeitgleich rekonstruierte die Firma die Fassaden des Palais Barberini in Potsdam, ein ursprünglich unter Friedrich II. 1771/72 errichtetes Bürgerhaus. Mittlerweile beherbergt es ein Museum, das Anfang 2017 eröffnet wurde. Für das Projekt wurde neben KÖNIGSGRÄTZER SANDSTEIN auch POSTAER SANDSTEIN aus dem Steinbruch »Alte Poste« verarbeitet und verwendet. Zu den weiteren aktuellen Referenzen zählen die mit NECKARTÄLER HARTSANDSTEIN gemauerte Fassade am Neubau des Historischen Museums in Frankfurt am Main, verschiedene Projekte im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau des Frankfurter DomRömer-Quartiers, der Neubau des mit LEISTÄDTER SANDSTEIN errichteten Entreegebäudes für das Hambacher Schloss sowie die Restaurierung der Steinernen Brücke in Regensburg.

Service für Steinmetze

Das Bamberger Natursteinwerk versteht sich bis heute nicht nur als Partner für große Projekte, sondern gibt auch Materialien an Steinmetze ab oder übernimmt für diese Fertigungsaufträge.

Bamberger Natursteinwerk Hermann Graser GmbH

Dr.-Robert-Pfleger-Straße  25

96052 Bamberg

Tel. 0951 9648-0

Fax 0951 9648-100

info@bamberger-natursteinwerk.de

www.bamberger-natursteinwerk.de

(Dieser Artikel erschien zuerst in der Zeitschrift Naturstein  - www.natursteinonline.de)

top