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Internationale Fachmesse für Naturstein und Steintechnologie

17. - 20. Juni 2020 // Nürnberg, Germany

Stone+tec Newsroom

Mirko Adam von Just Naturstein im Interview: Heimisch heißt europäisch!

Seit 2015 hat Just Naturstein vier Bayerwald-Granite im Sortiment.
Interview
Seit 2015 hat Just Naturstein vier Bayerwald-Granite im Sortiment. // © DNSA-Datenbank auf Natursteinonline.de, Just Naturstein

Mirko Adam, Prokurist bei Just Naturstein, über nachhaltige Natursteine und den  Stellenwert der Stone+tec.

Warum nimmt Just an der Stone+tec-Sonderschau teil?

Uns geht es darum, unsere »Going Green«-Kampagne noch einmal besonders hervorheben – wir verarbeiten zu 100 % natürliche Materialien und produzieren ausschließlich mit Solarstrom. Außerdem möchten wir für heimische Gesteine werben, die uns genauso wie unsere internationale Vielfalt am Herzen liegen. Heimisch heißt für uns europäisch: Mitteldeutsche Materialien wie BEUCHAER und MEIßNER oder auch schlesische Granite gehören ebenso in diese Kategorie wie DORFER GRÜN, HALMSTAD und die gesamte Palette an LUNDHS Labrador-Varianten bis hin zu SCHWEDISCH SCHWARZ, um nur einige Beispiele zu nennen. Mit unserem Auftritt in Nürnberg wollen wir natürlich auch die Stone+tec unterstützen. Stirbt eine Branchenmesse stirbt auch die Branche. Jeder im Natursteinsektor, v. a. die deutschen Bruchbesitzer, sollte darüber nachdenken, wo wir uns wiederfinden, wenn es nicht gelingt, die Messe dauerhaft zu stabilisieren.

Wie kann das funktionieren?

Die Größe, die die Stone+tec zuletzt hatte, ist sicher nicht zu klein. Wir müssen dafür sorgen, dass die Messe interessant bleibt und in dem einen oder anderen Bereich attraktiver wird. Dann kann es gelingen, verlorengegangene Besucher zurückzugewinnen und neue anzuziehen. Die Firmen, die auch auf den letzten zwei bis drei Messen ausgestellt haben, werden sich  weiterhin in Nürnberg zeigen und die Messe unterstützen. Mir fehlen die zahlreichen Unternehmen, die Steinbrüche besitzen und ursprünglich für Anziehungskraft auf Architekten gesorgt haben. Bruchbetreiber könnten mit ihren Produkten auch bei Galabauern punkten und die Stone+tec für mehr Fachleute aus diesem Bereich interessant machen.

Steigt die Zahl von Kunden, die bei Ihnen speziell heimische Steine nachfragen?

Langsam, aber stetig. Was Nachhaltigkeitsaspekte solcher Materialien angeht, wissen viele Geschäftskunden aber noch wenig Bescheid. Hier erhoffen wir uns speziell von der Stone+tec-Sonderschau einen Aufklärungs- und Werbeeffekt. Bei Privatleuten spielen ökologische Kriterien bisher leider eher eine unterschwellige Rolle. Bei Kaufentscheidungen zählt in erster Linie der Geschmack. Ein Umdenken ist bei öffentlichen Auftraggebern zu spüren. Hier wird mittlerweile mehr darüber nachgedacht, ob man sich für G 603 oder HINTERTIESSEN entscheidet.

Weisen Sie Kunden gezielt auf Vorzüge hin, die heimische Steine in Bezug auf Nachhaltigkeit besitzen?

Unserer Ansicht nach sind alle Natursteine nachhaltig. Auch die Energie, die für den Transport von Materialien aus Asien verbraucht wird, spielt eine zu vernachlässigende Rolle, da schwere Güter als Ballast für Containerschiffe gefragt und wichtig sind. Deswegen sollte die Branche nicht nur für heimische Materialien, sondern generell für Naturstein werben. Wenn wir uns wegen der Herkunft unserer Produkte und damit verbundener Ökologieaspekte streiten und auseinanderdividieren lassen, verlieren wir immer mehr Marktanteile an die Keramik- und Quarz-Komposit-Industrie. Natursteinindustrie und -handel sollten sich endlich zusammentun, um gemeinsam für unser Material zu werben und Budgets zu bündeln.

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