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Internationale Fachmesse für Naturstein und Steintechnologie

17. - 20. Juni 2020 // Nürnberg, Germany

Stone+tec Newsroom

Klassiker aus dem Fichtelgebirge

Der IBM-Standort Zürich von Max Dudler Architekten ist in eine Natursteinfassade aus Kösseine gekleidet.
Der IBM-Standort Zürich von Max Dudler Architekten ist in eine Natursteinfassade aus Kösseine gekleidet. // © Grasyma Natursteine GmbH

Die Grasyma Natursteine GmbH aus Wunsiedel gewinnt die Granitklassiker KÖSSEINE und WALDSTEIN. Auf der Stone+tec in Nürnberg präsentiert sie die Steine gemeinsam mit der Hofmann Naturstein GmbH & Co. KG. Die beiden Unternehmen arbeiten seit Jahren zusammen. Auf der Messe werden u.a. Muster mit verschiedenen Oberflächenbearbeitungen gezeigt – satiniert, poliert, kugelgestrahlt und »aquapower«.

Seit Jahrhunderten im Einsatz

Bei KÖSSEINE und WALDSTEIN handelt es sich um zwei »Klassiker«, die seit Jahrhunderten im Einsatz sind. Ganz früher wurden sie v.a. lokal als Baumaterial genutzt. Ihre beste Zeit erlebten sie zusammen mit zahlreichen anderen Gesteinen aus dem Fichtelgebirge im Nordosten Bayerns, als Mitte des 19. Jahrhunderts die Industrialisierung einsetzte und auch der Eisenbahnbau forciert wurde. Damals brauchte man viel Naturwerkstein, um Brücken, Bahnhöfe und andere Bauten zu errichten. Später nutzte man die Schiene, um Gesteine überregional zu verbreiten und auch ins Ausland zu exportieren. Zeitweise beschäftigte die örtliche Natursteinindustrie mehrere Tausend Menschen. Eine erste Delle erfuhr die Konjunktur im  Zuge der Inflation und der Weltwirtschaftskrise in den 1920er Jahren. In den 1930er Jahren ging es nochmals bergauf, nach dem Krieg flaute die Nachfrage nachhaltig ab. Der Abbau rechnete sich wegen vergleichsweise hoher Kosten immer weniger, günstigere Materialien aus dem Ausland gruben den heimischen Graniten zunehmend das Wasser ab. Zahlreiche Brüche mussten schließen.

Blauer als alle anderen

Viele Gesteine aus dem Fichtelgebirge sind heute nicht mehr oder kaum noch verfügbar. Granite wie KÖSSEINE und WALDSTEIN haben sich hingegen am Markt behauptet und sind nach wie vor gefragt. Das Anwendungsspektrum der beiden ist breit: Da sie frostfest, verwitterungsbeständig, robust und haltbar sind, sind sie gleichermaßen im Innen- und Außenbereich einsetzbar – ob in Form von Fassaden, Böden, Badgestaltungen, Küchenarbeitsplatten, Massivteilen, Skulpturen oder auch Grabmalen.

Gerade KÖSSEINE-Granit ist im In- und Ausland beliebt. Er ist »ein einzigartiges Gestein«, wie »Naturstein-Papst« Prof. Wolf-Dieter Grimm in seinem »Bildatlas wichtiger Denkmalgesteine der Bundesrepublik Deutschland« schreibt. Besonders ist die hellblaue Färbung. Diese rührt daher, dass bei der Erstarrung Nebengesteine assimiliert wurden, was zur Bildung winziger blauer Partikel von Cordierit im sonst weißen Feldspat geführt hat. Europaweit handelt es sich um den Granit mit der intensivsten Blaufärbung. Die Grasyma GmbH gewinnt ihre »royalblauen« Rohblöcke am Fuß des bis 939 m hohen Bergmassivs Kösseine südlich von Wunsiedel.

Beim beigegrauen bis gelben WALDSTEIN-Granit, der in einem weiteren Bruch abgebaut wird, umfasst die Angebotspalette vier Handelssorten (Hell, Gelb, Grau und »Sandsteincharakter – SC«) mit unterschiedlich intensiver Gelbfärbung.

Partner für große Projekte

Im Lauf ihrer Firmengeschichte hat die 1909 gegründete Grasyma Natursteine GmbH Materialien für namhafte Projekte geliefert, darunter das Reichstagsgebäude in Berlin, die Passage Barolo in Buenos Aires, das 1929 errichtete Kapitol in Havanna, die Kolonnaden in Karlsbad, das Warenhaus Sednaoui in Kairo und die Leipziger Versicherung. Derzeit gewinnt das Unternehmen mit vier Mitarbeitern in seinen Steinbrüchen pro Jahr zwischen 1.500 und 2.000 m³ Rohmaterial. Laut Geschäftsführer Claus Wölfel  ist man maschinentechnisch gut ausgerüstet, sodass man sehr flexibel auf verschiedene Anfragen reagieren kann.

Partner ist die Hofmann Natursteine GmbH & Co. KG. Das international tätige Familienunternehmen mit Hauptsitz im baden-württembergischen Gamburg ist  an den Grasyma-Brüchen beteiligt und bezieht aus ihnen Material für die Herstellung von Fassaden und für komplexe Maßanfertigungen. Pro Jahr bedient die Firma Hofmann rund 100 größere Bauprojekte auf der ganzen Welt. Eigene Ingenieurbüros für Steinbautechnik beraten und unterstützen Architekten und Bauherren – z.B. bei der Ausführung anspruchsvoller Fassadenkonstruktionen. Auch Inspektionen, Wartungen und Fassadenerneuerungen bietet der Global Player an. Zudem stehen die Erschließung und Sicherung hochwertiger Natursteinvorkommen auf der Agenda. Zu Projekten mit KÖSSEINE-Granit zählen die Börse in Zürich mit einer polierten Fassade, das Museum Jerke in Recklinghausen und der von der Max Dudler Architekten AG (Berlin) geplante IBM-Standort in Zürich. WALDSTEIN-Granit findet man u.a. an den Maintor-Palazzi in Frankfurt am Main, in den Lenbach Gärten in München und an der Konzernverwaltung der Daimler AG in Stuttgart.

Vorbeikommen und shoppen

Bei der Grasyma Natursteine GmbH sind auch Steinmetze und andere Kunden willkommen, die lediglich kleinere Mengen beziehen möchten. Ab Werk sind neben Rohware auch Platten, GaLaBau- Artikel etc. erhältlich.

Grasyma Natursteine GmbH

Hauenreuth 11

95632 Wunsiedel

Tel. 09232 4101

Fax 09232 70456

info@grasyma.de

www.grasyma.de

Hofmann Naturstein GmbH & Co. KG Anton-Hofmann-Allee 2

97956 Gamburg

Tel. 09348 81-0

Fax 09348 81-48

info@hofmann-naturstein.com

www.hofmann-naturstein.com

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