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Internationale Fachmesse für Naturstein und Steintechnologie

17. - 20. Juni 2020 // Nürnberg, Germany

Stone+tec Newsroom

Interview mit Kati Grandi: Nachhaltigkeit als Verkaufsargument

Der Grandi-Steinbruch aus der Vogelperspektive
Interview
Der Grandi-Steinbruch aus der Vogelperspektive // © Grandi

Was verspricht sich die Firma Grandi von der Teilnahme an der Stone+tec-Sonderschau?

Kati Grandi: Wir möchten unseren Stein über die Region hinaus bekannt machen und zusätzlich zu den bereits bestehenden Geschäftsverbindungen mit Steinmetzen und Galabau-Betrieben neue Kunden gewinnen. Außerdem können wir uns Kooperationen mit anderen Steinproduzenten gut vorstellen, um Lieferstrukturen nachhaltiger zu gestalten. Die herausragenden technischen Werte und Eigenschaften, die vielfältigen und oft höchst anspruchsvollen Einsatzbereiche sowie verschiedenen Oberflächenbearbeitungen und -optiken des Ruhrsandsteins sind vielen Betrieben gar nicht bekannt. Das möchten wir ändern. Mit der Teilnahme werden wir auch die Mitgliedschaft im und die Unterstützung des DNV festigen.

Was zeigen Sie im Rahmen der Sonderschau?

Der Fokus wird auf Oberflächenvielfalt sowie naturrauen und handwerklich gearbeiteten Flächen liegen. Darüber hinaus stellen wir aus Ruhrsandstein gefertigte Objekte aus. Diese befinden sich noch im Gestaltungsprozess.

Was kann die Firma Grandi liefern und in welcher Form?

Dadurch, dass wir unseren Stein komplett »verwerten«, ist fast alles machbar: von Felsen, Quadern, Mauer- und Pflastersteinen in verschiedenen Größen und Abmessungen bis hin zu Auftragsarbeiten im Hochbaubereich. Durch unsere Brecher- und Siebanlage sind wir als einziger Ruhrsandsteinbetrieb in der Lage, zertifizierte Wasserbausteine zu liefern. Auch individuelle Grabmale und zahlreiche Sonderanfertigungen haben wir bereits gemacht. Steinmetze bekommen bei uns Rohtranchen, Sägestücke, Vierungen für Restaurierungsmaßnahmen und vieles mehr.

Spielen Nachhaltigkeitsaspekte im Zusammenhang mit Natursteinen bei Kaufentscheidungen von Kunden eine wachsende Rolle?

Selbstverständlich. Wir haben festgestellt, dass immer mehr Kunden verlässliche Betriebe suchen, die ihre Bemühungen in Bezug auf nachhaltiges Wirtschaften herausstellen. Wir sind Mitglied im Verein »Handwerk mit Verantwortung e.V.« und verkaufen nur Ruhrsandstein aus unserem eigenen Bruch. Hier können wir als regionaler Anbieter gegenüber Importeuren mit Sozial- und Ökologieverträglichkeit punkten, ohne ökonomisch ins Abseits zu geraten. Zumal es bis dato keine allgemein anerkannten Zertifizierungen gibt, die die komplette Wertschöpfungskette als unbedenklich ausweisen. Kurze Lieferwege sind der Garant für schnelle Ersatz- oder Nachlieferungen und durch die Nähe zu den Baustellen, wo unser Material eingesetzt wird, können wir vor Ort beraten. Wir setzen auf die Zusammenarbeit von Industrie und Handwerk und sehen uns als Partner bei der Fertigung von Grabmalen und Unikaten.

Spielen Sie die Nachhaltigkeitskarte gegenüber Kunden bewusst aus, um führ Ihr Gestein zu werben?

Natürlich. Allerdings müssen wir hier gar nicht viel Aufklärung leisten. Der Kunde sieht bei uns im Steinbruch die Abbaubedingungen sowie -möglichkeiten und ist oft beeindruckt, dass die Steine direkt aus der »Nachbarschaft« kommen. Die meisten haben auch schon selbst die Erfahrung gemacht, dass es sich lohnt, in Natursteine aus der Region zu investieren.

(Dieser Artikel erschien zuerst in der Zeitschrift Naturstein - www.natursteinonline.de)

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