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Internationale Fachmesse für Naturstein und Steintechnologie

17. - 20. Juni 2020 // Nürnberg, Germany

Stone+tec Newsroom

Alter Bekannter mit guten Eigenschaften

Werkstein aus und für Franken: Der WORZELDORFER QUARZIT-Steinbruch
Werkstein aus und für Franken: Der WORZELDORFER QUARZIT-Steinbruch

Die GS Schenk GmbH mit Sitz in Fürth ist ein Bauunternehmen mit eigener Natursteinabteilung und betreibt den letzten aktiven NÜRNBERGER BURGSANDSTEIN-Bruch in Mittelfranken. Das Material wird unter der Bezeichnung WORZELDORFER QUARZIT vertrieben und ist nicht nur für Restaurierungsprojekte gefragt. 

Auf der kommenden Stone+tec in Nürnberg (13. bis 16. Juni 2018) heißt es Vorhang auf für heimische Steine. Mit von der Partie bei der Sonderschau »Unser Naturstein – Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft« ist die GS Schenk GmbH mit Sitz in Fürth, die in einem Steinbruch WORZELDORFER QUARZIT gewinnt, der auch unter den Bezeichnungen NÜRNBERGER SANDSTEIN, BURG-SANDSTEIN und WENDELSTEINER QUARZIT bekannt ist. Laut Roland Meier, Steintechniker, Steinmetzmeister und Leiter der Natursteinabteilung des Bauunternehmens, soll der Messeauftritt dazu beitragen, die Bekanntheit des Materials weiter zu steigern.

Werkstein aus und für Franken

Bei dem grobsandigen, in beigen, gelben, grauen, rötlichen bis hin zu rotbraunen Nuancen vorhandenen Sandstein handelt es sich sozusagen um einen alten Bekannten, den man längere Zeit etwas vernachlässigt hat. Einst war er als Baumaterial regional stark verbreitet. Die Nürnberger Burg, große Teile der örtlichen Altstadt sowie Festungsbauten im Umland wurden mit ihm errichtet. Auch das Grab des Malers Albrecht Dürer auf dem Nürnberger Johannisfriedhof besteht aus dem frost- und verwitterungsbeständigen Gestein, das innen und außen vielseitig einsetzbar ist.

Die gut 25 Brüche, die es einst in und um Nürnberg und Fürth gab, sind längst aufgelassen. Bis auf einen: Der befindet sich im Nürnberger Stadtteil Worzeldorf. Die GS Schenk GmbH hat die ca. 1,5 ha große Abbaustätte 2001 von den Bayerischen Staatsforsten erworben und  forciert seitdem nicht nur die Gewinnung, sondern auch das Marketing für das Material. Im Abbau-Areal des Unternehmens ist der Sandstein in unterschiedlichen Qualitäten vorhanden. Man hat hier genauso Zugriff auf den weicheren klassischen NÜRNBERGER BURGSANDSTEIN wie auch auf rein kieselig gebundene Quarzitsandstein-Varietäten, die auch unter der Bezeichnung »Eisenfres-ser« bekannt sind und früher häufig für Pflastersteine verwendet wurden. Durch eine gezielte Auswahl von Blöcken könne man das passende Material für jeden Anspruch liefern, so Meier.

Für eine stetige Nachfrage sorgt der kontinuierliche Bedarf für Restaurierungsprojekte. Darüber hinaus wird WORZELDORFER QUARZIT zunehmend auch für Neubauprojekte, Galabau-Objekte und vieles mehr wiederentdeckt. Rund 200 m³ Werkstein werden derzeit pro Jahr im Lohnabbauverfahren gewonnen. Aus Rohblöcken fertigt die GS Schenk GmbH in ihrem eigenen Werk Platten und Tranchen, aus denen wiederum Fassadenplatten, Mauersteine, Profilstücke, Skulpturen und andere Stücke nach individuellen Vorgaben entstehen. Verarbeitet wird nicht nur der eigene WORZELDORFER QUARZIT, sondern auftragsbezogen auch Fremdmaterial.

Alles aus einer Hand

Die rund 250 Mitarbeiter zählende GS Schenk GmbH kann mehr als 100 Jahre Erfahrung im Natursteinbereich  vorweisen. Heute machen zwar Hoch- und Tiefbauprojekte den Großteil der Tätigkeit aus, die Wurzeln liegen aber im Steinsektor. Georg Schenk, Gründer der seit 1914 bestehenden  Firma, stammte aus einer Steinhauer-Dynastie. Nachdem Natursteine und deren  Verarbeitung für das Unternehmen lange eine Nebenrolle gespielt hatten, wurde das Engagement seit 1991 wieder hochgefahren. Bei Projekten übernimmt die GS Schenk GmbH oft die komplette Bauleitung – auch für Gewerke wie Maler, Gerüstbauer, Flaschner oder Schreiner. Für die Kunden hat das den Vorteil, dass sie alles aus  einer Hand bekommen und sich lediglich an einen Ansprechpartner wenden müs-sen. Die Firma Schenk wiederum profitiert davon, Synergien nutzen zu können. Sie verfügt über mehrere Bauteams und eine eigene Natursteinabteilung mit 14 Steinmetzen und anderen Fachleuten.

Burgen und Brücken

Zu den Referenzen im Natursteinbereich zählt die 2011 fertiggestellte Delphinlagune im Nürnberger Tiergarten, für die das Unternehmen 1.600 t Bodenplatten, Mauerriegel, Beckenrandplatten, Blockstufen, Mauer- und Pflastersteine, Krustenplatten sowie bis zu 20 t schwere Felsen geliefert und verbaut hat. Ein weiteres Prestigeprojekt ist die Rekonstruktion des im Zweiten Weltkrieg zerstörten historischen Pellerhofs in Nürnberg, die seit 2009 läuft. Der Wiederaufbau des Renaissance-Ensembles  am Egidienplatz erfolgt mit WORZELDORFER QUARZIT, den die Steinexperten bei der GS Schenk GmbH individuell und handwerklich bearbeiten und gestalten. Zum Einsatz kam das Material auch bei Renovierungsarbeiten an der 1157 erstmals erwähnten und ebenfalls im Krieg stark beschädigten Cadolzburg im Landkreis Fürth. Hier wurden u.a. Mauerwerke saniert und Rippengewölbe neu errichtet. Zu weiteren Sanierungsprojekten mit Beteiligung der GS Schenk GmbH gehören die unter Denkmalschutz stehende Hallertorbrücke in Nürnberg und der Bauunterhalt an der Nürnberger Kaiserburg. Vor kurzem abgeschlossen wurden Natur- und Betonsteinsanierungsarbeiten am 1961 fertiggestellten Fürther Finanzamt.

Steinmetze willkommen

Die GS Schenk GmbH beliefert mit ihrem WORZELDORFER QUARZIT nicht nur größere Projekte. Für Steinmetze und Privatkunden besteht die Möglichkeit, nach Absprache auch einzelne Blöcke, Tranchen, Felsen für den Galabau und nach individuellen Wünschen gefertigte Einzelstücke zu beziehen.

GS Schenk GmbH

Siegelsdorfer Straße 55

90768 Fürth

Tel. 0911 37275-0

Fax 0911 37275-10

info@gs-schenk.de

www.gs-schenk.de

(Dieser Artikel erschien zuerst in der Zeitschrift Naturstein - www.natursteinonline.de)

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