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Internationale Fachmesse für Naturstein und Steintechnologie

13. - 16. Juni 2018 // Nürnberg, Germany

Stone+tec Newsroom

Natursteine aus Deutschland & Österreich

Fertigung im Werk von Lauster
Fertigung im Werk von Lauster // © Lauster

Naturstein aus dem deutschsprachigen Raum ist Gegenstand einer Sonderschau auf der nächsten Stone+tec.

Eine der Firmen, die sich an dem Projekt beteiligt, ist die Lauster Steinbau GmbH mit Sitz in Stuttgart. An der Konzeption ihres Messeexponats arbeitet die Firma bereits. Die Sonderschau sieht Geschäftsführer Albrecht Lauster nicht nur als gute Gelegenheit, das eigene Leistungsspektrum in Szene zu setzen, sondern außerdem als gute Plattform für Kontakte mit Steinmetzen, die die Hauptbesuchergruppe auf der Stone+tec bilden. Sein Unternehmen, das große Projekte auf der ganzen Welt beliefert, versteht sich seit jeher auch als Partner des Handwerks.

Zur Philosophie gehört es, auch für kleinere Anfragen offen zu sein. Steinmetze können Halbfertig- und Fertigarbeiten beziehen, z. B. Sägestücke, Platten oder Rohlinge für Bildhauerarbeiten. Geringe Materialmengen oder gar Einzelstücke sind erhältlich.

Breite Materialauswahl

Seinen Kunden bietet Lauster eine große Auswahl: Die Firma mit rund 80 Mitarbeitern, die 1805 gegründet wurde und damals begann, in einem Bruch in Cannstatt – heute ein Stadtteil von Stuttgart – Travertin für den Wege- und Gartenbau zu gewinnen, betreibt heute elf eigene Steinbrüche in Deutschland und Österreich. Gewonnen wird Sandstein, Travertin, Muschelkalk, Marmor, Chloritgneis und Serpentinit mit unterschiedlichen Eigenschaften und Farben. Das Sortiment reicht vom gelben CANNSTATTER TRAVERTIN über den in verschiedenen Rottönen auftretenden MAULBRONNER SANDSTEIN, den ockergelb-bräunlichen LAUCHHEIMER SANDSTEIN und den hellen, gräulichblauen KRASTALER MARMOR bis hin zu Grün-Varianten wie DORFER- und TAUERNGRÜN. Für die Gewinnung ist ein mobiles Team im Einsatz, das – je nach Auftragslage – an den verschiedenen Standorten arbeitet. Vom Radlader bis hin zu Schrämsägen und Diamantseilen verfügt es über alles, was an Equipment erforderlich ist. Ökologische Aspekte spielen bei der Gewinnung eine wichtige Rolle: Rohmaterialien werden ressourcenschonend herausgesägt, gesprengt wird nicht. Da zahlreiche Werksteine von Lauster seit Jahrhunderten verwendet werden, gibt es auch im Restaurierungssektor eine kontinuierliche und rege Nachfrage. Die bedient das Unternehmen nicht nur aus seinen aktiven Brüchen. Immer wieder kommt es vor, dass ehemalige Gewinnungsstätten reaktiviert werden. Zuletzt ist das z. B. mit dem TENNENBACHER SANDSTEIN aus dem Südwesten Baden- Württembergs passiert, der für Maßnahmen am Freiburger Münster eingesetzt wird.

Ressourcenschonende Produktion

Für die Verarbeitung seiner Rohmaterialien betreibt Lauster mit Fräsen, CNC-gesteuerten Schneidemaschinen und anderen modernen Technikkomponenten ausgestattete Werke im österreichischen St. Johann und in Maulbronn. Bei der Produktion bemüht man sich darum, Reste zu vermeiden und Rohmaterialien so weit wie möglich zu verwerten. Gefertigt werden Fassaden-, Boden- und Wandplatten, Massivteile, Treppen und Produkte für den Galabau, die sich durch unterschiedlichste Oberflächenbearbeitungen auszeichnen (gesägt, geschliffen, sandgestrahlt, gestockt etc.). Neben eigenen Gesteinen werden projektbezogen auch »Fremdmaterialien«, vornehmlich aus Europa, verarbeitet. Laut Albrecht Lauster setzt man hier ausschließlich auf Werksteine, die sich bereits bewährt haben.

Prozesse optimieren

Bis heute gehört es zur Unternehmensphilosophie, Prozesse und Techniken für die Gewinnung, Verarbeitung und Anwendung von Naturstein immer wieder zu überprüfen und zu  optimieren. Beispielsweise werden auf einzelne Bauvorhaben abgestimmte Befestigungs- und Verlegesysteme individuell geplant und entwickelt. Vom Know-how der Firma profitieren Bauherren, Architekten und Ingenieure, die man bezüglich Fassadenkonstruktionen berät. Auch in der Denkmalpflege unterstützt Lauster Projektpartner wie Behörden und andere Auftraggeber, etwa wenn es um die energetisch anspruchsvolle Sanierung von Baudenkmälern geht.

Projekte auf der ganzen Welt

Mit Naturwerksteinen der Lauster Steinbau GmbH sind prägnante und bekannte Bauten entstanden: Zwischen 1928 und 1931 wurde das von Hans Poelzig entworfene I.G.-Farben-Haus in Frankfurt a.M. mit Materialien des Unternehmens errichtet, in den 1930er Jahren folgten Aufträge für das Olympiastadion  und den Flughafen Tempelhof in Berlin. Weitere Referenzen sind der in den 1980er Jahren fertiggestellte Erweiterungsbau der Staatsgalerie Stuttgart, das  Auswärtige Amt am Werderschen Markt in Berlin, das Max-Planck-Institut für Europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt a.M. und die 2006 fertiggestellte Synagoge  Ohel Jakob in  München.  Aktuelle  Projekte sind u. a. das Dorotheenquartier in Stuttgart mit einer Fassade aus DIETFURTER KALKSTEIN und Innenbelägen aus MOOSER MUSCHELKALK. Letzterer wurde auch für die Fassade und für Bodenbeläge im  Innen- und Außenbereich des Motels One in München geliefert und verbaut. Im Ausland hat Lauster ebenfalls einiges vorzuweisen. In den letzten Jahren führte man Bodenbeläge für den Wiener Hauptbahnhof aus und lieferte Fassadenplatten für ein Forschungs- und Industriegebiet in Skolkowo bei Moskau. Die Liste ließe sich problemlos fortsetzen. Für zahlreiche Projekte hat die Lauster Steinbau GmbH Preise erhalten.

Lauster Steinbau GmbH Enzstraße 46

70376 Stuttgart

Tel. 0711 59670

Fax 0711 596750

stuttgart@laustersteinbau.de

www.laustersteinbau.de

(Dieser Artikel erschien zuerst in der Zeitschrift Naturstein - www.natursteinonline.de)

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