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Internationale Fachmesse für Naturstein und Steintechnologie

13. - 16. Juni 2018 // Nürnberg, Germany

Stone+tec Newsroom

Basaltlava und Tuff aus der Eifel

Basaltlava am Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
Basaltlava am Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien // © Mendiger Basalt Schmitz Naturstein GmbH & Co. KG

Naturstein aus dem deutschsprachigen Raum ist Gegenstand einer Sonderschau auf der nächsten Stone+tec.

Auf der kommenden Stone+tec in Nürnberg (13. bis 16. Juni 2018) heißt es Vorhang auf für heimische Steine. Unter dem Titel »Unser Naturstein – Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft« stellen Firmen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol jeweils zwei Rohplatten (2,00 m x 1,50 m) sowie ein aus den gezeigten Materialien gefertigtes Objekt aus. Ziel der Aktion ist es, über das Angebot an heimischen Steinen zu informieren und ihre Vorzüge, beispielsweise in Bezug auf Nachhaltigkeit, herauszustellen. Initiatoren sind der Deutsche Naturwerkstein-Verband (DNV) und der Bundesverband Deutscher Steinmetze (BIV). Die Stone+tec-Organisatoren stellen für die Sonderschau einen rund 300 m² großen Standplatz in Halle 9 zur Verfügung. Im Umfeld der Ausstellung präsentieren sich die Teilnehmer zusätzlich an eigenen Messeständen. Mit von der Partie ist die Mendiger Basalt Schmitz Naturstein GmbH & Co. KG. Das Unternehmen wird auf der Messe in Nürnberg Basaltlava und WEIBERNER TUFF in Szene setzen. Die Konzeption für das Messeexponat läuft, laut Geschäftsführer Dipl. Betriebswirt (FH) Rainer Krings plant man, u.a. mit einem speziellen Carborundum-Schliff bearbeitete  Basaltlavasäulen und Waschbecken zu zeigen. Messen sind für ihn eine wichtige Bühne, um Marketing für das firmeneigene Materialangebot und Leistungsspektrum zu machen. Die Stone+tec-Sonderschau bietet ihm zufolge die Gelegenheit, Kontakte zu anderen Branchenvertretern und speziell zu Steinmetzen zu knüpfen.

Seit 25 Jahren im Geschäft

Mendiger  Basalt  Schmitz  besteht  seit 1992 und beschäftigt heute 55 Mitarbeiter. Verarbeitet und geliefert wird MENDIGER BASALTLAVA und  MAYENER BASALTLAVA in Schwarz-, Anthrazit- und Grautönen sowie hellbräunlich bis ockerfarbener WEIBENER TUFF. Die Gewinnung der Vulkangesteine erfolgt in der Eifel in fünf Brüchen in Mendig, Mayen und Weibern. Im Basaltlava- Bereich erreicht die jährliche Rohmaterialgewinnung rund 250.000 t (170.000 t MENDIGER und 80.000 t MAYENER BASALTLAVA), beim WEIBERNER TUFF sind es ca. 120.000 t. Abgebaut und produziert wird mit modernen Maschinen und Anlagen. Im Sägewerk in Mendig entstehen Blockstufen, Randsteine, Boden- und Fassadenplatten, Fensterbänke, Waschbecken, Massivteile, Galabau-Erzeugnisse (Säulen, Schalen, Felsen etc.) und andere Produkte, die individuell für den Bedarf auf den jeweiligen Baustellen bzw. nach Kundenwunsch gefertigt werden. Die Oberflächenbearbeitung reicht von gesägt, diamantgeschliffen, gestockt, geriffelt, bossiert, gespitzt bis hin zu gebürstet. Für die Fertigung von Sanitärgegenständen und anderen Objekten für den Innenbereich hat das Unternehmen mit sog. Carborundum-Schliffen (C220) eine eigene  Bearbeitugsmethode entwickelt. Neben der klassischen Werksteinproduktion ist auch die Herstellung von Basaltlava- und Tuffschotter in ver- schiedenen Körnungen und Mischungen ein Geschäftsfeld. Einsatzgebiete sind der Straßen-, Beton- und Gartenbau. Außerdem werden Trockenmauersteine bereits in den Steinbrüchen mit auf Kundenvorgaben abgestimmten Maßen gebrochen. Aus Basaltlava stellt das Unternehmen seit einigen Jahren auch wieder Pflastersteine her. Wegen der Billigkonkurrenz aus Asien war das lange unrentabel. Inzwischen lohnt es sich aber laut GF Krings wieder, da man mithilfe teilautomatisierter Spaltprozesse kostensparend produzieren kann.

Support für Steinmetze

Steinmetze können bei Mendiger Basalt Schmitz auch kleine Materialmengen beziehen, beispielsweise Halbfertig- und Fertigware oder Rohlinge. Grundsätzlich gilt Basalt oft als zu hart für Steinmetz- und Bildhauerarbeiten. Bei den Materialien aus Mendig und Mayen ist das anders: Die Lagerstätten entstanden vor 150.000 bis 200.000 Jahren während des Eiszeitalters aus Basaltlava, die aus unterschiedlichen Vulkanen ausfloss. Durch starke Entgasung bei der Erstarrung der Lava hat sich dort im Kernbereich ein porenreicher, gut bearbeitbarer Weichbasalt entwickelt, der trotzdem witterungsbeständig ist. Gut handwerklich bearbeiten lässt sich auch der sehr weiche WEIBERNER TUFF, der, v.a. regional, auch für Grabmale verwendet wird.

Projekte im In- und Ausland

Im Werksteinbereich fällt der Schwerpunkt der Tätigkeit von Mendiger Basalt Schmitz auf Bauprojekte im In- und Ausland. Laut Geschäftsführer Krings ist die Nachfrage nach Basaltlava in den letzten Jahren gestiegen. »Die Schwere des Steins als Gegenpol zur Leichtigkeit von Glaskonstruktionen bei Dächern und Fassaden wird als Gestaltungsmittel wiederentdeckt«, sagt er. Unter anderem setze das Material, für das grobe Poren und Einschlüsse charakteristisch sind, in Form von hinterlüfteten Wandvorsatzplatten im Außen- und Innenbereich Akzente. Auch im Galabau steige das Interesse. Zur wachsenden Beliebtheit der Basaltlava tragen nicht zuletzt ihre petrographischen Eigenschaften bei: Da der Werkstein frost-, tausalz- und frost-tauwechselbeständig ist, kann er gleichermaßen im Innen- und Außenbereich eingesetzt werden. Außerdem erreicht man durch die entsprechende Bearbeitung eine hohe Rutschsicherheit. Zu den Referenzen im Baubereich zählen das Geysirzentrum in Andernach, das 2009 eröffnete 4-Sterne-Hotel Melía im Europaviertel von Luxemburg, die Kölnarena, für die man 10.000 m² Bodenplatten beigesteuert hat, das Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien und  das  Schaltanlagengebäude  der BEWAG (seit 2006: Vattenfall Europe Berlin) in Berlin, das im Wettbewerb um den Deutschen  Naturstein-Preis 2001 mit einer Lobenden Erwähnung bedacht wurde. Im Austria House Vancouver, das anlässlich der Olympischen Winterspiele 2010 im kanadischen Whistler errichtet wurde, hat man Basaltlava-Böden verlegt. Ein weiteres Standbein von Mendiger Basalt Schmitz ist die Denkmalpflege. Hier gibt es eine kontinuierliche Nachfrage, schließlich fanden Basaltlava und Tuff aus der Eifel bereits in der Römerzeit als Baumaterial und Mühlsteine Verwendung. Später errichtete man an Rhein und Ruhr mit den Gesteinen sakrale und profane Bauten.

Mendiger Basalt Schmitz Naturstein GmbH & Co. KG

Ernst-Abbe-Straße 2

56743 Mendig

Tel.  02652 9702-0

Fax 02652 9702-22

info@mendiger-basalt.de

www.mendiger-basalt.de

(Dieser Artikel erschien zuerst in der Zeitschrift Naturstein - www.natursteinonline.de)

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